Sandra M., Hebamme im Klinikum Rheine

Balance zwischen Arbeit und Privatleben

„Ich bin im Klinikum Rheine, bzw. speziell im Kreißsaal seit 24 Jahren tätig. Innerhalb dieser Zeit habe ich in ganz unterschiedlichen Anstellungsverhältnissen gearbeitet – immer so, wie es mein Leben benötigte“, erzählt Sandra. Zunächst war sie Vollzeit im Klinikum Rheine angestellt bis sie dann für knapp sieben Jahre als freiberufliche Hebamme mit Geburtsbegleitung im Klinikum Rheine tätig war. Seit der Geburt ihrer ersten Tochter arbeitet Sandra in Teilzeit im Klinikum und weiterhin im Kreißsaal sowie in der Schwangeren- und Wochenbettbetreuung. „In der ganzen Zeit, in der ich für die Stiftung tätig bin, wurde ich stets nach Möglichkeit unterstützt, meine Tätigkeit für, und in der Stiftung, meinen Wünschen und meinem Lebensmodell anzupassen.“

Nicht zuletzt ist dies laut Sandra auch durch ein grandioses Team möglich: „Unser Kreißsaalteam aus Hebammen, Ärzten und medizinischen Angestellten ist eine großartige Arbeitsgemeinschaft, in der wir vertrauensvoll zusammenarbeiten und eine offene Kommunikation pflegen. Dies fördert enorm die Arbeitszufriedenheit, den Zusammenhalt und den Spaß an der Arbeit und dafür bin ich meinem Team sehr dankbar und komme daher jeden Tag gerne zur Arbeit.“

„Sehr bereichernd, fesselnd, lehrreich und niemals langweilig!“

Für Sandra ist der Beruf der Hebamme etwas ganz Besonderes: „Der Beruf der Hebamme ist nicht nur einer der ältesten Berufe, die es gibt – es ist wohl auch einer der erfüllendsten Berufe, den ich mir vorstellen kann. Denn Hebamme zu sein bedeutet, Verantwortung zu tragen, Initiative zu zeigen, strukturiert zu arbeiten und dennoch flexibel zu sein. Er erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsgefühl und Empathie, an Neugier, Geduld und Willensstärke, an Durchhaltevermögen und Kraft. Zugleich ist er aber auch sehr bereichernd, fesselnd, lehrreich und niemals langweilig!“, schwärmt Sandra.

Aus Sorge wird Dankbarkeit

Eine junge Familie beim Werden und Zusammenwachsen begleiten zu dürfen, sei für sie immer wieder ein Geschenk. Und vor noch gar nicht langer Zeit hatte sie einen ganz besonderen Fall, der ihr im Gedächtnis bleiben wird: „Ich durfte ein unglaublich nettes und sympathisches Paar bei der Geburt ihres zweiten Kindes begleiten. Die ganze Familie freute sich auf das neue Baby und Mama und Papa waren gespannt und im wahrsten Sinne „guter Hoffnung". Die Geburt verlief ganz normal, ohne Schwierigkeiten. Als das Kind auf die Welt kam, war es blass, atmete nicht, sodass wir notfallmäßig die Kinderärzte dazu riefen. Auch nach der Reanimationszeit, ging es dem Baby weiterhin sehr schlecht. Wir alle, Geburtshelfer, Kinderärzte und Eltern waren zutiefst schockiert, wegen der unerwarteten Notsituation. Im Verlauf auf der Intensivstation erholte sich das Kind dann widererwarten rasch, und nach einigen Tagen konnte es zu seinen Eltern und seiner Schwester nach Hause entlassen werden. Die Erleichterung und Dankbarkeit, die wir alle empfunden haben, werde ich nie vergessen.“