Sofia B., Operationstechnische Assistentin, Klinikum Ibbenbüren

Mit vollem Herzen dabei

Sofias Werdegang begann bei der Berufsberatung des Arbeitsamtes. Wie so viele Schüler:innen wollte auch sie sich ein Bild davon machen, welcher Beruf für sie in Frage kommt. „Dort habe ich zum ersten Mal von „Operationstechnischer Assistenz“ (OTA) gehört und war sofort Feuer und Flamme. Ich wusste, dass das der Beruf ist, den ich machen wollte.“, erzählt Sofia begeistert. Dann ging es Schlag auf Schlag: In den Schulferien folgte ein dreiwöchiges Praktikum im Klinikum Ibbenbüren, welches noch mehr das Gefühl gab, dass dieser Beruf der richtige für sie sei. Und das hat sich bis heute bestätigt und nach ihrer Ausbildung ist sie im Klinikum Ibbenbüren geblieben.

„Demut und Respekt – das lernt man durchs Erleben.“

„In meinem Beruf lernt man nicht nur das fachliche Wissen, sondern lernt emotional extrem dazu. Demut und Respekt zum Beispiel sind etwas, das man nicht erlernen kann, sondern erleben muss. Mein prägendstes Erlebnis dazu war die Organexplantation für eine Organspende, die der letzte Wille der verstorbenen Person war. Das macht man nicht eben so, sondern man ist sich zu jedem Zeitpunkt bewusst, dass die entnommenen Organe anderen Menschen helfen werden.“, erinnert sich Sofia. Dass sie diese Erlebnisse, die Emotion und Wissen verbinden in der Mathias Stiftung machen möchte, war für Sofia eine bewusste Entscheidung. „Hier wird der Mensch ganzheitlich mit all seinen Bedürfnissen an erste Stelle gestellt und das entspricht meinen persönlichen Werten und das ist für mich extrem wichtig.“

Reinschnuppern – in sich und den Beruf

Gerade um mit solchen emotionalen Lehrstunden zurecht zu kommen, empfiehlt Sofia erste Erfahrungen zu sammeln. „Bis zur Beginn meiner Ausbildung habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr im OP-Bereich gemacht, welches mich abermals in der Berufsentscheidung bestärkt hat. Diese Einblicke in den späteren Beruf sind meiner Meinung nach immens wichtig, um wirklich entscheiden zu können, ob ein Beruf etwas für einen ist oder nicht.“, sagt Sofia. Dort bekäme man direkte Einblicke in die Aufgaben der OTA und könne gleichzeitig den ersten Kontakt zu potenziellen Ausbildungseinrichtungen knüpfen.